Wir schnuppern Zimt und Vanille, und schon schmecken wir das Aroma von Lebkuchen auf der Zunge. Der Geruch von Lavendel spült uns sofort zurück in die Kindheit, zu den aufgeschüttelten Kissen auf Großmutters Sofa. Warum ist das so? Duftreize landen über das limbische System direkt im Gefühlszentrum des Gehirns. Nase, Gefühle und Erinnerungen sind also besonders eng verwoben. Aus diesem Grund greifen wir auch gerne zu Parfums, die bewusst oder unbewusst solche Erinnerungen in uns auslösen. So zählen blumig-fruchtige Düfte zu den beliebtesten Damenparfums, während die Herren holzig aromatische Düfte bevorzugen.
Orangenblüten, Lavendel und Vanille kombinieren Heiterkeit, Geborgenheit und Wärme, während Orangenblüten, Rose und Jasmin erfrischendes Selbstbewusstsein und die Weiblichkeit per se definieren. Rose, Jasmin und Chypre spielen gekonnt feminine und maskulin definierte Duftnoten als Gefühl von Stärke aus, die aromatische Verbindung von Pfirsich, Rose, Moschus und Patchouli hingegen betont die Sinnlichkeit. Und für Freunde des Genusses ist die Kombination von Bergamotte, Patchouli und Gourmetaromen wie Karamell und Vanille ein Muss, speziell in der Weihnachtszeit.
Und wie reagieren wir auf den Duft des Partners? Auch hier sind wir gen-gesteuert. Der optimale Partner bringt Gene mit, die man selbst nicht hat, diese Andersartigkeit wird durch den Körpergeruch signalisiert. Da jeder Mensch sich bei der Duftwahl intuitiv für ein "genetisch passendes Make-up" entscheidet, das die Botschaften unseres Körpergeruchs verstärkt, finden auch hier die passenden Partner zueinander.